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(Im) Gespräch: Karl-Heinz Strauss

Warum ist die Nachhaltigkeit wichtig?
Das Thema „Nachhaltiges Bauen“ ist für die Bauindustrie in den vergangenen Jahren immer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt und begleitet bei der PORR mittlerweile jeden Schritt im Bauprozess. Dabei ist aber nicht allein der Schutz von Umwelt und Ressourcen im Sinne eines ökologisch verantwortungsvollen Handelns das Ziel. In den meisten Fällen kann mit einer geringen Mehrinvestition auch eine wesentliche Verbesserung der Gebäudequalität erreicht werden.

Was sind konkrete Maßnahmen, welche Sie im eigenen Umfeld im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen?
Wir planen und bauen Gebäude heute nach dem neuesten Stand der Technik und sind natürlich auch unternehmensintern bemüht, Nachhaltigkeit zu leben. Besonders im Bereich des Baustellenmanagements gibt es viele Möglichkeiten. Die Verwendung von aufbereiteten Industrieabfällen als Ressourcen für neue Bauwerke oder der Einsatz von Erdgasfahrzeugen können nicht nur die Belastung für die Umwelt drastisch reduzieren, sondern, bei richtigem Einsatz, auch Geld sparen.

Was kommt als nächstes, welche weiteren Schritte sind bei Ihnen geplant, wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
Das Thema bietet ein riesiges Potential. Beispiel Energieeffizienz: Die Entwicklung und Errichtung energiesparender Bauwerke wird künftig ein immer wichtigerer Pfeiler einer nachhaltigen Energie-Strategie als Teil des Umwelt- und Klimaschutzes. Das intelligente Fenster das nicht nur isolierend wirkt, sondern sogar selbst Strom erzeugen kann, ist bereits in Entwicklung.

Kritisch gedacht: Was muss sich noch (stärker) ändern, um den Paradigmenwechsel vollständig zu erreichen?
Alle Seiten müssen sich verstärkt dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Planer und Bauausführer sind aufgerufen, innovative Lösungen vorzuschlagen, der Bauherr muss sich aber auch darauf einlassen. Nachhaltigkeit, gerade im Kontext von Gebäuden, bedeutet vernetztes Denken. Ein Bürogebäude alleine kann energieeffizient geplant werden, wirkliche Energieautonomie funktioniert aber nur im Zusammenspiel mit dem umliegenden Stadtteil.