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Ökonomische Qualität

Die Hauptkriteriengruppe Ökonomische Qualität besteht aus 3 Kriterien. Diese Kriterien nehmen Bezug auf  die Lebenszykluskosten vom Beginn (Bau eines Gebäudes) bis zum Ende (Abbruch des Gebäudes) der Prozesskette und zeigen die Wertentwicklung eines Gebäudes auf. Jedes Kriterium beinhaltet definierte Ziele, klar vorgegebene Messmethoden und Nachweispflichten für die Dokumentation.

Kriterium 16 Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus
(Life Cycle Costs, LCC)


Die Minimierung der Lebenszykluskosten von Gebäuden sowie die relative Kostenreduktion von Umbau- und Erhaltungsinvestitionen im Vergleich zum Neubau zählen zu den ökonomischen Nachhaltigkeitszielen. Bisher fokussiert der herkömmliche Planungs- und Bauablauf hauptsächlich auf eine Minimierung der Herstellungskosten eines Gebäudes. Die Folgekosten finden aus diesem Grund oft nur wenig Beachtung. Es sollen heutige Einsparungen jedoch nicht auf Kosten zukünftiger Nutzer und Besitzer vorgenommen werden. Da die Folgekosten hierzu noch stärkere Beachtung finden müssen, wird auch die Höhe der zu erwartenden Folgekosten beurteilt. Hierbei werden nur die gebäudespezifischen Kosten berücksichtigt.

Kriterium 17 Drittverwendungsfähigkeit


Ein globalisierter, internationaler Markt verlangt hohe Effizienz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Dies spiegelt sich auch in der Nutzung von Gebäuden wieder. Ein nachhaltig konzipiertes Gebäude lässt sich leicht an wandelnde Anforderungen anpassen. Dabei können sich Änderungen in der Nutzung sowohl durch einen Mieter- oder Nutzerwechsel, wie auch durch vom Mieter durchgeführte Umstrukturierungen ergeben. Eine hohe Umnutzungsfähigkeit von Gebäuden ist unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten gegeben, wenn der Wandel mit einem geringen Ressourcenverbrauch
realisiert werden kann.