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(Im) Gespräch: Peter Engert

Warum ist die Nachhaltigkeit wichtig?
Es steckt in jedem Menschen, Dinge zu tun, die langfristig erfolgreich sind, an die sich Andere noch nach langer Zeit positiv erinnern. Nachhaltigkeit bedeutet nichts anderes als so zu wirtschaften und zu handeln, dass nachfolgende Generationen noch davon profitieren. Daher ist Nachhaltigkeit wichtig.

Was sind konkrete Maßnahmen, welche Sie im eigenen Umfeld im Sinne der Nachhaltigkeit umsetzen?
Ich vermeide unnötige Autofahrten, nutze in Wien öffentliche Verkehrsmittel, drucke doppelseitig und vermeide unnötige Ausdrucke. Im Büro und daheim spare ich Energie z.B. durch LED-Lampen oder Stosslüften und überlege mir nicht immer aber immer öfter ob ich Dinge im Sinne der Nachhaltigkeit richtig gemacht habe. Als meinen wichtigsten Beitrag sehe ich aber die vielen Vorträge, Gespräche, die ich mit Kunden, Partnern, Bekannten und Freunden über die Sinnhaftigkeit der Nachhaltigkeit führe.

Was kommt als nächstes, welche weiteren Schritte sind bei Ihnen geplant, wo sehen Sie sich in 5 Jahren?
In der Ökologie hat sich viel getan, ich denke an die Immobilienwirtschaft, erneuerbare Energie oder Abfallmanagement. Jetzt ist es an der Zeit, die Betriebswirtschaft mit Nachhaltigkeit zu durchdringen. Ausgehend vom CSR-Reporting gilt es, Nachhaltigkeit als betriebswirtschaftliches, erfolgsversprechendes Konzept zu formulieren und umzusetzen. Es sind einige Klippen zu umschiffen, wie zum Beispiel die Wiederanbindung der Finanzwirtschaft an die Realwirtschaft oder auch das Zurechtrücken unrealistischer Ertragserwartungen bei manchen Investoren. Die ersten Schritte sind aber bereits gemacht und die andauernde Wirtschaftskrise beschleunigt den Prozess. In fünf Jahren diskutiert zumindest in Europa niemand mehr über die Sinnhaftigkeit der Nachhaltigkeit, sondern nur mehr über die Wirksamkeit der einzelnen Konzepte.

Kritisch gedacht: Was muss sich noch (stärker) ändern, um den Paradigmenwechsel vollständig zu erreichen?
Die Einführung nachhaltigen Denkens in die Wirtschaft ist ja nur ein Überbegriff, der in alle Ausprägungen unseres Wirtschaftssystems spielt. Am Ende steht ein Wirtschaftssystem, das auch ohne rasantes Wachstum die Unternehmer, Investoren und Mitarbeiter glücklich machen kann. Ein System in dem nicht nur globalisierte Konzerne, sondern auch vernünftig wirtschaftende Klein- und Mittelbetriebe auch ohne Nischenpolitik erfolgreich sein können. Um diesen Paradigmenwechsel erfolgreich und durchgängig zu gestalten, ist ein umfassender Bewusstseinsbildungs-Prozess nötig. Wir alle sind aufgerufen, mit Konzepten, mit Aufklärungsarbeit und am besten durch Vorleben und durch Schaffung von Best-Practice diese Bewusstseinsbildung zu gestalten.