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Standort Qualität

Die Hauptkriteriengruppe Standort Qualität besteht aus 6 Kriterien. Diese Kriterien beleuchten die Verhältnisse am Mikro- also auch am Makrostandort. Die Kriterien untersuchen die lokale Infrastruktur und zeigen so eventuelle Schwachpunkte auf.  Die Bewertung der Kriterien fließt nicht in die Gesamtnote des Gebäudes mit ein. Jedes Kriterium beinhaltet definierte Ziele, klar vorgegebene Messmethoden und Nachweispflichten für die Dokumentation.

Kriterium 59 Risiken am Mikrostandort


Technische Risiken und Terrorgefahren sowie naturbedingte Risiken sollen für eine Standortanalyse beschrieben werden. Gleichzeitig kann überprüft werden, ob und inwieweit die technische Lösung
des Bauwerkes auf am Standort vorhandene Risiken reagiert. Erfasst werden daher Man-Made-Hazards, also von Menschen induzierte Katastrophen und Risiken aus Wetter und Natur, die in der Regel nicht beeinflussbar und schwer vorhersehbar sind. Berücksichtigt werden daher die jeweilige Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Schwere der Wirkung.

Kriterium 60  Verhältnisse am Mikrostandort


Die am Mikrostandort vorzufindenden Verhältnisse werden charakterisiert, um sie einer Standortanalyse zuzuführen. Dazu wird gezählt: Außenluftqualität, Außenlärmpegel, Baugrundverhältnisse, Bodenbelastungen, elektromagnetische Felder, Vorkommen von Radon, Stadt- und Landschaftsbild/Sichtbeziehungen.

Kriterium 61 Image und Zustand von Standort und Quartier


Das Ziel besteht in einer Charakterisierung von Image und Zustand des Quartiers/der Umgebung, um diese Informationen einer Standortanalyse zur Verfügung zu stellen. Kriminalität wird zu den Nachhaltigkeitsindikatoren für Österreich gezählt. Bewertet werden:

1. Gutes Image und Attraktivität eines Standortes unterstützen die Nachhaltigkeit von Gebäuden.
2. Kriminalität in einem Gebiet kann zur Verminderung der Qualität eines Standorts führen.
3. Pflege und Erhaltungszustand des Quartiers

Kriterium 62 Verkehrsanbindung


Die durch die Gebäudenutzung verursachten Verkehrsströme sollen durch entsprechende Standortwahl reduziert werden. Sie werden dabei sowohl durch das Nutzerverhalten als auch durch die Qualität der Verkehrsanbindung beeinflusst. Die Verkehrsanbindung mit verschiedenen Verkehrsmitteln gehört zu den entscheidenden Kriterien für eine gute Lage. Zu den anzustrebenden Qualitäten ist neben einem kleinräumigen Ausbau des Verkehrssystems die Vernetzung von Bahn, Bus, S-Bahn und Individualverkehr zu zählen.

Kriterium 63 Nähe zu nutzungsspezifischen Einrichtungen


Die Standortwahl soll zur Lebensqualität der Nutzer und Besucher beitragen. Die Bewertung der relevanten nutzungsspezifischen Einrichtungen des Umfeldes erfolgt in zwei Klassen:
Klasse I für eine Büronutzung komplementär erforderlich: Gastronomie, Nahversorgung, Freiräume
Klasse II für eine Büronutzung komplementär wünschenswert: Bildung, öffentliche Verwaltung, medizinische Versorgung, Sport, Freizeit.

Kriterium 64 Anliegende Medien/Erschließung


Alternativen bei der Ver- und Entsorgung sollen ökologischen Zwecken dienen und die Städte und Gemeinden finanziell entlasten. Dem Grundstücksbesitzer sollen alternative Energiekonzepte nahegelegt werden und der Umgang mit Abwässern in seinen Verantwortungsbereich verschoben werden. Ein weiteres Ziel ist der Hochwasserschutz. Um bei Immobilien Nachhaltigkeitsstrategien gestalten zu können, müssen am Standort verschiedene technische Voraussetzungen erfüllt sein. Ob diese vorliegen kann der Eigentümer nur bedingt beeinflussen. Daher ist im Vorfeld zu prüfen, ob das Grundstück überhaupt diese Möglichkeiten bietet. In der Regel sind es die Kommunen, die im Zuge der Erschließungsplanung von Baugebieten die Infrastruktur festlegen und Alternativen vorsehen. Zusätzlich wird die Versorgungsmöglichkeit über DSL angegeben.