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Technische Qualität

Die Hauptkriteriengruppe Technische Qualität besteht aus 18 Kriterien. Diese Kriterien nehmen Bezug auf die Qualität der technischen. Eine Reihe von Kriterien befindet sich noch in Ausarbeitung. Die Kriterien haben Einfluss auf die ökologische, ökonomische und sozio-kulturelle Qualität des Gebäudes. Jedes Kriterium beinhaltet definierte Ziele, klar vorgegebene Messmethoden und Nachweispflichten für die Dokumentation.

Kriterium 37 Brandschutz


Die Qualität der Brandschutzmaßnahmen soll erhöht werden. Die Hauptursache für Todesfälle bei Bränden in Gebäuden ist giftiger Rauch. Durchgeführte Maßnahmen, die über die Brandschutzauflagen hinausgehen, können als Übererfüllung positiv bewertet werden. Über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehender Brandschutz sollte aber auch die Gesamtwirtschaftlichkeit sowie die durch zusätzlichen Materialaufwand entstehenden Emissionswerte berücksichtigen.

Kriterium 38 Schallschutz


Der Schallschutz soll verbessert werden. Mindestanforderungen an den baulichen Schallschutz sind in der DIN 4109 festgelegt. Auf diese Weise sind aber nicht automatisch alle möglichen, sondern nur die unzumutbaren Belästigungen ausgeschlossen. Darüber hinausgehende Anforderungen an den Schallschutz in Bürogebäuden sind die Vermeidung von Konzentrationsverlusten, Wahrung des Vertraulichkeitsschutzes und Berücksichtigung von Personen mit eingeschränktem Hörvermögen.

Kriterium 39 Energetische und feuchteschutztechnische Qualität der Gebäudehülle


Der Energiebedarf für die Raumkonditionierung von Gebäuden soll minimiert werden, hohe thermische Behaglichkeit soll sicher gestellt werden und Bauschäden sollen vermieden werden. Die wärme- und feuchteschutztechnische Qualität der Gebäudehülle soll optimiert werden.

Kriterium 44 Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit des Baukörpers


Durch eine gezielte Reinigung und Instandhaltung sollen die eingesetzten Materialien eine möglichst hohe Lebensdauer erreichen können. Die Reinigungs- und Instandhaltungsfreundlichkeit des Baukörpers hat einen hohen Einfluss auf die Kosten sowie die Umweltwirkung eines Bauwerkes während der Nutzungsphase. Flächen, die sich leicht reinigen lassen, benötigen geringe Aufwendungen an Reinigungsmitteln und verursachen geringe Reinigungskosten.



Kriterium 46 Rückbaubarkeit, Recyclingfreundlichkeit, Demontagefreundlichkeit


Die Vermeidung von umweltschädlichen Abfällen und die Reduzierung von Abfällen generell ist ein zentrales Ziel für das nachhaltige Bauen. Ziel der Erhöhung von Rückbaubarkeit und Recyclingfähigkeit ist die Vermeidung von Abfällen insbesondere durch die Verminderung ihrer Menge und Schädlichkeit. 50 % des gesamtdeutschen Abfallaufkommens sind dem Bausektor zuzurechnen.
Die anfallende Stoffstrommenge ist zu reduzieren und in einen Stoffkreislauf zu führen. Durch die vergleichsweise hohe durchschnittliche Lebenserwartung von Bauwerken und Bauteilen werden viele der heute verbauten Stoffe erst in 50 oder 100 Jahren als Abrissmaterialien und potenzieller Müll anfallen.